Ab in die Wüste 6 / 12.11.2011

Frühstück wie gehabt und Aufbruch ohne Eile. Die abgegebene Wäsche war auch da, ordentlich zusammengelegt, gebügelt und das Hemd kräftig gestärkt. Sogar die Cargohose hatte „wunderschöne“ Bügelfalten verpasst bekommen.

Da unser Ziel, das Wadi Darbat, nur ca. 45 km östlich von  Salalah liegt, konnten noch einige interessante Plätze in der Stadt besucht und besichtigt werden. Vorbei an vielen Palmen und Bananenplantagen, die ihre Produkte direkt an Ort und Stelle verkaufen, war unser erstes Ziel das Weihrauchmuseum (Museum of the Frankincense Land). Hier geht es nicht nur um Weihrauch, sondern auch um die Geschichte des Landes, die Seefahrt, die Landwirtschaft und die Religion. Es finden sich zu den Themen sehr schöne und anschauliche Exponate, ein lohnendes und interessantes Ziel.

Den Sultanspalast von Salalah kann man leiden nur von außen betrachten (versteckt hinter hohen Mauern), bemerkenswert der Glockenturm, dessen Glockenspiel offensichtlich dem des Big Ben in London nachempfunden ist. Wen es interessiert, mehr über den Sultan und seine Paläste findet man hier.

Nächster Stop, der Goldsouq in der AL Salam Street, hier findet man Juweliergeschäft neben Juweliergeschäft, mit opulentem Goldschmuck nach arabischem Geschmack.

Ein weiterer Höhepunkt ist der Fischmarkt. Eine große Halle, in der war wohl so ziemlich alles zu finden ist, was den Fischern in die Netze ging – große Fische, kleine Fische, rote Fische, Thunfische usw. Hier hat Jochen 4 große Fische (die Sorte habe ich mir leider nicht gemerkt) für das Abendbrot gekauft. Damit war die Stadt erstmal „abgehakt“ und es ging los in Richtung Wadi Darbat und zu den Darbat Wasserfällen.

Am Wasserfall stürzt das Wasser aus dem Wadi Darbat ca. 50 m (die einschlägige Literatur schwankt in der Höhenangabe zwischen 20 und 100 m) in die Tiefe und fließt dann durch die Bucht von Khor Rori (‏خور روري) in das Meer. Diese Wasserfälle sind auch bei den Omanis ein beliebtes Ausflugsziel, ebenso wie das Wadi.

Die Fahrt in das Wadi Darbat dauerte nicht sehr lange. Zu unserer Überraschung erwartete uns keine karge Flora, sondern eine Grüne Ebene, bewachsen mit Büschen und Akazien, auf der Kamele, Kühe, Ziegen und Esel weideten. Nach einer abenteuerlichen Durchquerung eines Wasserlaufes, hatte unser Guide Jochen wieder einen geeigneten Platz gefunden, um die Zelte aufzuschlagen.

Heute musste ein großes Lagerfeuer entfacht werden, da jede Menge Glut zur Zubereitung der in Salalah gekauften Fische benötigt wurde. Diese wurden dann gewürzt (alles geheim, ein Rezept von Jochen) und in Alufolie verpackt auf die glühende Holzkohle gelegt. Nach einer gewissen Zeit (auch geheim) kamen die Fische auf den „Tisch“, dazu dann frischer Salat (Gurken, Tomaten usw. – geschnippelt im wesentlichen von den weiblichen Reiseteilnehmern und ganz besonders von Elsbeth….), das alles extrem köstlich und eigentlich viel besser als das, was man in einem Restaurant bekommen kann.

Die Nacht war nicht ganz so ruhig, da Esel offensichtlich (warum auch immer) etwa alle 2 Stunden ein lautes IA-ähnliches Geräusch von sich geben müssen und somit der Schlafkomfort doch etwas gelitten hatte.

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