Die Nacht war, entgegen den Erwartungen, nicht so kalt wie angenommen, man konnte gut schlafen. Neue Erkennnis: Der Sand ist so fein, dass er sogar durch das Gazefenster geweht wird. Überall ist er zu finden (Der Sand), die Kamera fängt beginnt langsam, an den drehbaren Teilen leicht zu knirschen, da wird wohl nach dem Urlaub eine professionelle Reinigung notwendig sein. Nach dem Frühstück ging es erstmal zu Fuß in Richtung Oase Al Hasham, durch eine große, flache Ebene, in der jede Menge Geoden herumlagen. In der Oase plätscherte das (schwefelhaltige) Wasser in ein Becken, man konnte sogar darin Schwimmen (Jochen). Das Wasser war warm und sauber, nur an den Schwefelgeruch musste man sich erst gewöhnen. Leider hat dieser Oase ihre besten Tage wohl schon hinter sich, offenbar scheint sich keiner mehr so richtig um diesen Ort zu kümmern.
Dann weiter nach Nordwest, weiter in die große Wüste. Die Landschaft ist einfach atemberaubend, langgestreckte, flache Ebenen, gesäumt von terrakottafarbenen Dünen, die teilweise Höhen von mehr als 100m erreichen können. Da die Ebenen zwischen den Dünen alle in nördlicher Richtung verlaufen, muss man irgendwo einen Weg durch die Sandberge finden, wenn man nicht plötzlich in Saudiarabien landen will. Wir waren schon relativ nahe an der Grenze (N 19°19.265 E 053°10.171), bevor sich ein „fahrbarer“ Weg fand, der uns wieder in östliche Richtung brachte. Nach einigen sehr spektakulären Dünenfahrten, haben wir unseren Platz am Wasserloch Burkanah (N 19°16.751 E 053°19.637) erreicht und konnten unser Camp (N 19°17.457 E 053°19.937) errichten.
Die Nacht war wieder ruhig und angenehm, das Frühstück nahm seinen Lauf und und im Anschluss auch wir. Es ging erstmal per Pedes zum Wasserloch mitten in der Ebene, damit Jochen & Co in Ruhe Gepäck und Ausrüstung verstauen konnten. Große Überraschung, ein großes Becken aus Kunststoff (ca. 60cm tief), gefüllt mit klarem, schwefelhaltigem Wasser (in Badewannentemperatur) erwartete uns. Also konnte man sich hier (unerwarteter Weise) nochmal (mit viel Wasser) waschen und „frisch“ machen, sehr schön.
Nachdem uns die Autos wieder aufgesammelt hatten, ging es weiter Richtung Osten, in einiger Entfernung parallel zur saudischen Grenze. Die Dünen waren hier weniger hoch, aber trotzdem haben wir uns doch ein paar mal fast festgefahren. Mit wenig Luft auf den Reifen und hauptsächlich Jochens Erfahrung, sind wir aber überall gut durchgekommen.
Die Landschaft ist einfach nur überwältigend, teilweise sahen die Ebenen aus, als hätte es gerade geschneit, hier besteht der Boden vorwiegend aus Gipssedimenten. Die Tempe-raturen betrugen zur Mittagszeit ca. 34°C, der Himmel war blau und wolkenlos. Zur Mittagsrast (N 19°29.443 E 53°51.502) wurde eine Plane (zwecks Schattenwurf) zwischen zwei Autos gespannt, der Imbiss bestand aus frischen Sachen, wie Möhren, Orangen, Bananen und ähnlichem. Als sich der Tag so langsam dem Ende zuneigte, wurde wieder ein geeigneter Platz (N 19°38.240 E 054°16.681) zum Aufbau der Zelte gesucht und gefunden.
- Wasserstelle Burkanah
- Rastplatz für die Nacht gefunden
- Mittagsruhe im Schatten
- Luft ablassen
- Die Ebene der Geoden
- Kamele in der Wüste
- Unendliche Weiten
- Das erste Fahrzeug erkundet den Weg
- In den Dünen
- Der „Pfadfinder“
- Sandloch
- Geode
- Oase Al Hashman
- Auch Kamele halten nicht immer durch
- Der Sand muss weg
- Auf dem Weg zur Wasserstelle
- Wasserstelle Burkanah
- und schön links abbiegen….

















