Gestern (9.11.) ging es wieder auf die Piste. 180 km auf der Ruta 231 und bei Villa Santa Lucia auf die Carretera Austral (Ruta 7) bis kurz vor Puyuhapi. Nun sind 180 km für deutsche Verhältnisse keine besonders spektakuläre Entfernung, wenn diese Strecke aber ausschließlich aus einer Schotterpiste besteht, sieht das schon etwas anders aus. Wenn man Mut hat Höchstgeschwindigkeit 80 – 90, aber immer ein Auge auf der Piste, denn wenn man die Querrinnen nicht rechtzeitig sieht, kann das Fahrzeugheck schon mal einen Überholversuch starten. Vor bzw. auf Steigungen ist ebenfalls Vorsicht angesagt, da diese Pisten relativ eng sind, fährt man zumeist auf der Straßenmitte (das ist fast immer die Spur mit den wenigsten Löchern), dumm ist nur, wenn man dem Gegenverkehr auf der Hügelkuppe begegnet und wenn dieser ein fetter Truck ist….Aber irgendwie klappt das trotzdem immer. Es ist schon bemerkenswert, wie schnell sich die Beurteilung, ob eine Straße mehr oder weniger gut ist, den vorhandenen Straßenverhältnissen anpasst. Erschwerend kommt dazu, dass es auf der Carretera Austral sehr viele und sehr lange Baustellen gibt. Hier wird aus einer 5m breiten Schotterpiste erst mal eine 10m breite Schotterpiste gemacht und man muss mitten durch. Eine Seite Wald, die andere Seite Berg, da gibt es keine Umleitung. Mit normalen PKW geht das eigentlich nicht. Trotzdem macht das Fahren auf diesen Pisten echt Spaß. Wir haben hier auch eine deutsche Biker-Gruppe getroffen, aber die Härtesten sind wirklich die Radfahrer, es kann kein Vergnügen sein, als Radfahrer von einem 90 kmh schnellen Truck auf einer Schotterpiste überholt zu werden, mal abgesehen vom Staub besteht der Schotter z.T. aus etwa faustgroßen Steinen…Nichts desto trotz sind wir wohlbehalten auf der Lodge El Pangue angekommen, ein weitläufiges Anwesen, auf dem viele Schafe, zwei Kühe und ein großer Hund umherlaufen. Die Unterkünfte sind kleine Cabañas mit allem was man so braucht, uns geht’s gut :-).
¡Hasta Pronto¡

Ibisse im Flug









