Ab in die Pampa #2

Das war ein kleines Reisemarathon. Start mit dem Regio und in Südkreuz dann in den ICE   nach Leipzig und dort umsteigen in den ICE nach Frankfurt/M, so war´s geplant. Der ICE aus Berlin hatte Verspätung, so dass wir den Anschlusszug nicht mehr schafften. Kein Problem, der nächste Zug (eine halbe Stunde später) war ein Intercity, aber wir hatten genug Zeit eingeplant, so dass wir in Frankfurt trotzdem genug Zeit hatten. Über den Flug muss man eigentlich nichts sagen, ca. 2,5 Stunden von Frankfurt nach Madrid, dann Wartezeit, dann ca. 12 Stunden bis Santiago de Chile und dann weiter, wieder mit einem Flieger, nach Puerto Montt. Erste Probleme gab’s in Santiago, beim Einchecken in Frankfurt wurde uns versichert, dass unser Gepäck selbstverständlich immer in die entsprechenden Flieger umgeladen wird. In Santiago hat uns ein Sicherheitsmensch bei der Gepäckkontolle gefragt, wo denn unser Gepäck wäre (Handgepäck hatten wir dabei). Also wieder zurück zum Gepäckband und siehe da, unsere Koffer fuhren dort schon im Kreis.

Dort war der Mietwagen noch nicht fertig, weil irgendwelche Papiere nicht da waren, die für die Einreise nach Argentinien notwendig sind. Aber auch diese trafen nach einer kleinen Wartezeit endlich ein, so dass wird dann endlich die letzten 60 km bis zu unserer Herberge, mit dem feuerwehrroten Toyota Hilux zurücklegen konnten. Das war dann insgesamt eine Reisezeit von fast 24 Stunden.

die Gegend  ist atemberaubend (nicht exotisch) und man merkt, dass hier viele Deutsche eingewandert sind (im 19. Jahrhundert). Schon beim Landeanflug fällt die Ordnung im Gelände auf, die Felder sind ordentlich angelegt und alles ist grün. Unsere erste Unterkunft auf dieser Reise ist die Petrohue Lodge, ein rustikales Haus zwischen dem Orsono (Vulkan) und dem Lagos Los Santos. Und was macht man hier ? Wandern, surfen und wenn es Sommer ist (jetzt ist hier Frühling), kann man auch baden.

Die Lodge, Kaminzimmer

Die Lodge, Kaminzimmer

Der Osorno

Der Osorno

Die Petrohuo-Lodge

Die Petrohuo-Lodge

Vulkan und Llanquihue-See

Vulkan und Llanquihue-See

Der Toyota

Der Toyota

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Ab in die Pampa #1

Nur noch ein paar Stunden, dann geht es los. Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen, die Tickets (Bahn, Flug) alle beisammen. Zur Sicherheit habe ich von den wichtigsten Dokumenten (Pässe, Führerschein usw.) Kopien gemacht (physische und online auf Evernote). Die Fototasche ist gepackt (a77, 70-300, Fisheye und 18-70mm), dazu kommen noch Speicherkarten, Sensorreinigungsset und ein kleines Gorillapod. Dann wären da noch diverse Ladekabel, Ladegeräte und ein Steckdosenadapter. Das iPad Mini wird zum Navi umfunktioniert (leider konnte uns keiner sagen, ob der Mietwagen ein Navi an Bord hat). Ansonsten gab´s vorher das normale „Chaos“, welche Klamotten sollen mit (es kann nass und kalt werden) und was wiegt das? Mittlerweile hat aber alles seinen Platz gefunden.

Dazwischen wurde dann immer mal wieder ins Spanischbuch geschaut, komisch, so kurz vor der Reise scheinen sich viele der Vokabeln in unbekannte Areale des Gehirns verkrümelt zu haben… ¡Hasta pronto!

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Ab in die Wüste 14 / 25./26.11.2011

Da waren sie wieder, um halb sechs, unser Camp war praktisch umstellt, auf der Suche nach Fressbarem waren sie überall – Ziegen. Allerdings hatten wir diesmal keine Verluste von Schuhwerk oder dergleichem zu verzeichnen. Letztlich waren die Ziegen sogar von Nutzen, da alle organischen Küchenabfälle (einschließlich der Teebeutel) von diesen Tieren mit großem Appetit verzehrt wurden.

Nach dem Frühstück und dem letztmaligen Zusammenrollen der Zelte, ging es nach Khasab , dem Hauptort der Musandamregion. Im Hafen (N 26°12.411  E 056°15.214) warteten schon einige Dhaus und eine recht resolute Dame namens Trula, um uns die Fjorde der Halbinsel Musandam zu zeigen. Es kamen noch einige andere Gäste an Bord, gesessen wurde bequem auf Kissen mit dem Rücken zur Bordwand, auf dem Deck waren Teppiche ausgelegt. Die Versorgung an Bord war spitze, Hühnchen mit Reis, Kaffee, Tee und gekühlte Getränke. Die Landschaft ist auch vom Wasser aus sehr beeindruckend, schroffe Felsen, kleine Dörfer, die nur über das Wasser zu erreichen sind und glasklares Wasser.

Das war sehr erholsam, schwimmen, schnorcheln (Flossen, Masken usw. waren an Bord) und immer ein kühles (oder heißes) Getränk in Reichweite. Dazu gab es noch Delfine live (N 26°11.828 E 056°18.949).   Unsere Reiseleiterin für diesen Trip (Trula), konnte uns viel Interessantes über diese Region vermitteln und hat resolut für Ordnung auf dem Boot gesorgt.

Nach diesem Tag auf dem Wasser erwartete uns schon unsere bescheidene Herberge, das „Golden Tulip Khasab„. Hier fehlte es mal wieder an nichts und das exzellente Dinner am Abend war fast die Krönung des Tages, aber das kulturelle Sahnehäubchen war die letzte Reise Sindbads, wie immer professionell vorgetragen von Andreas – an dieser Stelle nochmal vielen Dank dafür.

Das Frühstück ließ ebenfalls kaum Wünsche offen und so gestärkt ging es nach dem Verladen des Gepäcks los in Richtung Dubai. Die Grenzformalitäten waren diesmal recht schnell erledigt (und es hat nichts gekostet..). Dubai-City ist auf dem Highway gut zu erreichen und die 250 km waren kein Problem. Unser Hotel, mitten in der City, wieder sehr gut, allerdings sicher kein Vergleich zu den bekannten Nobelherbergen dieser Gegend.

Leider hatten wir nur einen Nachmittag, um die Stadt ein wenig „kennenzulernen“. Ein Bus brachte uns zu den Orten  die man gesehen haben „muss“, also dorthin, wo eigentlich alle hinfahren. Wenn man das erste mal in dieser Stadt ist, dann wird man von den Eindrücken und Superlativen förmlich überwältigt. Erster Stopp war am Burj al Arab, eines der teuersten, luxuriösesten und höchsten  Hotels der Welt. Dann weiter auf die Palmeninsel (Palm Jumeira) mit dem berühmten Hotel Atlantis, hier gab es einen sogenannten japanischen Fotostopp. Nächstes Ziel das höchste Gebäude der Welt, der Burj Khalifa mit der angrenzenden Dubai Mall, einer der größten Shoppingmalls der Welt. Leider hat es auch hier nur zu einem kurzen Bummel durch das Shoppingparadis gereicht. Weiter dann, im Licht der untergehenden Sonnen zum Dubai Creek. Das ist ein Meeresarm, der die Stadt Dubai in die Stadtteile Bur Dubai und Deira teilt. Ein besonderes Erlebnis war die Fahrt mit einem Abra Wassertaxi auf dem Creek, das sind kleine hölzerne Boote mit Platz für etwa 20 Leute, die Rücken an Rücken mit Blick zum Wasser unter einem Baldachin rund um das Cockpit sitzen. Nach dem Anlegen führte uns der Weg durch den Goldsouk und um einige Ecken und Straßen zurück in unser Hotel.

Abschluss des Tages war dann ein sehr reichhaltiges, arabisches Essen in einem libanesischem Restaurant. Es wurde wieder fast alles (reichlich) aufgetischt, was die arabische Küche so zu bieten hat, viele frische Salate, Vorspeisen und natürlich Huhn und Lamm (oder war´s doch Hammel?). Das war der letzte Abend auf dieser Reise, am nächsten Tag ging es mit dem Flieger (ca. 5 Stunden) zurück nach Deutschland. An dieser Stelle noch mal vielen Dank für die professionelle, sehr gut kochende und engagierte Reiseleitung von Jochen, Andreas (Mr. Sindbad), unseren Fahrern Saud (der uns leider nach zwei Wochen verlassen musste) und Suleiman, der in der letzten Woche die Stelle von Saud übernahm.

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Ab in die Wüste 13 / 24.11.2011

Die Nacht war relativ ruhig, bis auf die Brandung. Eigentlich ist dieses Brandungsrauschen ja ein angenehmes Geräusch, aber wirklich nur, wenn man weit genug davon entfernt ist. Heute war Aus- und Einreisetag. Musandam, der nördlichste Teil des Oman ist eine Exklave und über Land nur durch die Emirate zu erreichen, d.h. wir reisen aus dem Oman aus, reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate ein, reisen aus den Vereinigten Arabischen Emirate wieder aus und reisen dann wieder in den Oman ein – und das alles innerhalb eines Tages.

Zuerst mussten alle möglichen Papiere für die Autos besorgt werden, was uns als Touris aber nicht weiter betraf. Das Verlassen des Oman war recht unspektakulär, Passkontrolle und das war`s. Die Einreise in die Emirate zog sich dann schon etwas länger hin. Wir standen etwa anderthalb Stunden auf einer Seitenspur und warteten auf die Rückgabe der Pässe, während der „normale“ Grenzverkehr an uns vorbeizog. Uns wurde erklärt, dass es ihnen (den Zöllnern der UAE) leid täte, denn da wir erstmalig einreisten, mussten unsere Daten erst ins Arabische übertragen und in den Computer eingegeben werden. Offensichtlich ein ungeplanter und erheblicher Aufwand, dessen Bewältigung doch einige Zeit in Anspruch nahm…. (Grenzübergang bei Al Murayr N 24°59.016 E 056°21.752)

Aber dann ging es los Richtung Norden, zuerst auf der E 89, dann weiter auf der E88, E18 und auf der E11, bis wir die Grenze zur omanischen Exklave Musandam erreichten. Der Unterschied der Emirate zum Oman ist schon augenfällig. Man sieht in den kleineren Städten wesentlich mehr Häuser und auch Hochhäuser in westlichem Stil. Im Oman wird weitestgehend auf Hochhäuser verzichtet.  Wenn mehrstöckig gebaut wird, wie z.B. in Salalah oder Muscat, geschieht das aber fast immer unter Einbeziehung arabischer Stilelemente (Rundbögen, Säulen usw.) in die Bauwerke.

Nach etwa 3 Stunden Fahrt durch diesen Teil der Emirate, erreichten wir den Grenzübergang  (N 26°02.985  E 056°05.291) zum Oman bei Shams, kurz hinter Al Qir. Diesmal ging die Abfertigung auf beiden Seiten relativ schnell (Bei den Emiratis gab es kostenlos Kaffee und Tee), allerdings wurden hier erstmal 4 € Ausreisegebühr fällig und auf der omanischen Seite waren wieder 40 € Einreisegebühr zu entrichten, pro Person natürlich.

Nachdem das alles erledigt war, ging es an der Küste weiter über Bukha in Richtung Khasab und dort erstmal bergauf, in Richtung des Jebel al Harim (N 25°58.582  E 056°13.927). Allerdings gelangt man nicht auf den Gipfel, da dieser militärisches Sperrgebiet ist. Wir fuhren bis zum Sayh-Plateau (N 25°59.127  E 056°12.733) auf etwa 1150m, eine sehr trockene Fläche, die früher wohl etwas intensiver bewirtschaftet wurde.

Auf dem Weg zu unserer letzten Campnacht, kamen wir wieder durch eine einmalige Fels- und Berglandschaft mit absolut atemberaubenden Ausblicken auf die zerklüfteten Fjorde Musandams. Die Zelte wurden diesmal in einer von Bergen umgebenen Ebene aufgebaut, die mit einem lichten Akazienwald bestanden war. Abschluss des Abends war wieder eine Reise Sindbads, super gelesen -wie immer- von Andreas.

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Ab in die Wüste 12 / 23.11.2011

Die Nacht war relativ ruhig, bis auf das Quaken der Frösche aus dem kleinen Bach in der Nähe. Wie bei Gebirgsbächen so üblich, fanden sich schmale Stellen, breite Stellen, kleine Wasserfälle und auch etwas tiefere Stellen, die für ein erfrischendes Morgenbad hervorragend geeignet waren (glasklares Wasser), wenn einen die vielen Kaulquappen und kleinen Fische nicht gestört haben. Der Platz ist übrigens hier zu finden: N 23°12.675  E 057°23.086.

Nach dem Frühstück, dem Zusammenpacken und Verladen der Sachen ging es weiter auf den teilweise sehr steilen und sehr steinigen „Straßen“. Weit kamen unsere Fahrzeuge im ersten Anlauf allerdings nicht, eine offensichtlich erst vor kurzem abgegangene Steinlawine machte eine Weiterfahrt unmöglich, hier gab`s nur eins – umkehren. Glücklicherweise gibt es ja zumeist mehrere Wege zum Ziel, so auch hier. Die weitere Fahrt durch diese raue Bergwelt auf ebensolchen Wegen verlief durch eine wirklich atemberaubende Landschaft, mit Wadis, tiefen Schluchten und schroffen Felsen. Der nächste Halt erfolgte an einer kleinen Ansiedlung (N 23°16.026  E 057°23.866), hier sollte es echt omanischen Honig geben. Leider war der Imker nicht zu Hause, lediglich einige Ziegen „bewachten“ die Bienenstöcke. Die Art der Bienenhaltung unterscheidet sich doch etwas von der in Deutschland. Die Bienen bauen ihre Waben in waagerecht liegenden, hohlen Palmstämmen, deren Enden mit Zement oder Lehm geschlossen werden, lediglich ein kleines Einflugloch bleibt frei. In der Nähe des kleinen Ortes Fasan waren auch einige mehrere tausend Jahre alte Felsmalereien zu bewundern (N 23°19.898  E 057°18.808).

Nach einiger Zeit hatte uns dann die Zivilisation wieder, an der ersten Tankstelle konnten lang entbehrte und so lebenswichtige Dinge wie Eis, Fruchtsaft oder Chips erworben werden. Weiter auf der Küstenstraße (Road Nr. 1) in Richtung Nord-West, erstes Ziel war Al Hazm Castle (leider geschlossen), allerdings konnte hier (Wasch)Wasser nachgefüllt werden, in den Wassergräben gab es wieder jede Menge „Knabberfische“ und man konnte sich wieder eine intensive Fußpflege gönnen. Dann noch ein kleiner Versorgungsstopp in einem LuLu Supermarket  (für „Wüstenwanderer ein echter „Kulturschock“…). Vor der Grenze zu den Emiraten wurden noch mal die Zelte aufgeschlagen, um dann am nächsten Morgen die Grenze zu passieren. Der Platz war wieder direkt am Meer (N 24°57.144  E 056°22.922), schade nur, dass hier doch sehr viel Müll herum lag und der Sand „unsympathisch“ dunkel war.

Ach so, natürlich gab es zum Tagesabschluss wieder eine Reise von Sindbad dem Seefahrer zu hören 🙂 .

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Ab in die Wüste 11 / 21./22.11.2011

nach dem opulenten Hotelfrühstück ging es wieder ans Packen und Verstauen. Es ist immer noch erstaunlich, wie Jochen und Crew das ganze Zeug in die Autos bekommen haben. Wenn man das gesammelte Gepäck hinter den Wagen sah, konnte man kaum glauben, dass das alles reinpassen sollte (und dazu noch die Fahrgäste..). Leider mussten uns Klaus und Bine aus beruflichen Gründen vorzeitig verlassen. Sehr schade, denn sie waren angenehme und sympathische Mitreisende. Allerdings war jetzt (zumindest in zwei Autos), etwas mehr Platz :-).

Ziel des heutigen Tages war ein Hochplateau am  Djebel Shems und vor allem die 1000 m tiefe Wadi Nakhar Schlucht, der Grand Cayon des Oman. Da die Entfernung zum Ziel nicht allzu weit war, konnte auf dem Weg dorthin jede Menge Kultur und Geschichte „abgearbeitet“ werden. Erstes Ziel waren die Ruinen von Tanuf (N 23° 03.109 E 057°28.139), ein kleiner Ort, der während des Jabal Krieges (1954/55) von der britischen RAF zerstört wurde. Ganz nebenbei, konnte hier meinerseits auch noch ein Geocache (GC1CHRO) geloggt werden. Weitere Anlaufpunkte waren das Jabrin Castle (N 22°54.911 E 057°14.954), eine sehr schön und liebevoll restaurierte Festungs- bzw. Schlossanlage mit sehr vielen kleinen Räumen und Nischen und einem beeindruckendem Ausblick auf die Umgebung.

Nach einer kleinen Mittagspause in einem Local Restaurant, hatten wir einen sehr interessanten Stop in einer kleinen Töpferei in Bahla (N 22°58.171  E 057°17.911). Hier konnte man nicht nur traditionelle Töpferwaren kaufen, sondern den Töpfern auch bei der Arbeit zusehen. Mal abgesehen von der elektrisch betriebenen Töpferscheibe, hat sich die Arbeitsweise in den letzten 2000 Jahren sicherlich nicht wesentlich verändert. Ein kleines Video aus der Töpferei findet ihr hier.

Dann ging die Fahrt weiter in das Hadjar-Gebirge hinein, auf etwa 1900 m Höhe zum Crand Canyon Omans, einer etwa 1000m tiefen, steil abfallenden Schlucht ins Wadi An Nakhur. Die Straße führt weiter hinauf, bis auf den, mit etwas über 3000m, höchsten Berg des Oman, den Jebel Shems (oder Shams). Allerdings ist der Gipfel militärisches Sperrgebiet, dort befindet sich eine Radarstation.

Unser Camp haben wir dann in der Nähe des Jebel Shams Resorts, auf einem recht steinigen Plateau errichtet (N 23°13.659  E 057°11.796). Nach dem Abendessen hat uns Andreas wieder die Zeit mit einer Reise aus den Abenteuern Sindbads des Seefahrers vertrieben. Das wurde von ihm sehr spannend und interessant vorgelesen und alle haben sich schon darauf gefreut, an dieser Stelle noch mal vielen Dank dafür. Allerdings hat Sindbad bei mir doch einiges an Sympathie eingebüßt, einfach mal diesen Kommentar von Ulli lesen.

Es war doch überraschend kalt auf dieser Höhe, so dass erstmals die etwas wärmere Kleidung zum Einsatz kam. Eine Überraschung am Morgen, einige vor den Zelten abgelegte Sandalen fehlten, ich fand mein Exemplar etwa 5 m vom Zelt entfernt wieder, die Sandale von Gerd (Berlin) war trotz eifrigen Suchens nicht mehr aufzufinden. Als „Täter“ wurden einige umherstreifende Ziege ausgemacht, die uns auch während des Frühstücks permanent „belagerten“ und fast alles fraßen, was so als (organischer) Abfall anfiel.

Das erste Ziel an diesem Tag war die Oase Misfat Al Abreyeen, eine wunderschöne Bergoase, durch die wir bis zum alten Ort sehr schön laufen konnten. Diese Oase sieht eigentlich so aus, wie man sich gemeinhin eine Oase vorstellt. Üppiges Grün, Palmen, Bananenbäume, Zitronen, Papayas, Granatäpfel usw. wachsen hier üppig vor sich hin – ein echter Garten Eden.

Nach diesem grünen Ort dann das Kontrastprogramm, über viele Serpentinen hoch in die schroffen Berge. Imbiss dann auf einer Passstraße im Jebel Akhdar (N 23°10.031 E 57°24.945) auf 2000m Höhe. Die weitere Fahrt durch das Bergmassiv führte uns auf holprigen und schmalen Wegen vorbei an schroffen Felsen und tiefen Abgründen und immer wieder überwältigenden Ausblicken. Erstaunlich, dass man doch immer wieder am Gegenverkehr vorbeikam (oder der Gegenverkehr an uns – je nach Betrachtungsweise) und das ohne Schrammen oder abgefahrene Rückspiegel… Nächste Station war das Dorf Bilad Sayd im Wadi Bani Aw (N 23°11.532  E 057°23.234). Die Häuser sind malerisch in den Hügel gebaut, davor die terrassenförmig angelegten grünen Felder und das Ganze wird dann noch von einer alten Festungsruine gekrönt.

Nach weiterer halbstündiger Fahrt, hatten wir einen Platz erreicht, auf dem wir unsere Zelte aufschlagen konnten. Ein kleines Tal, bewachsen mit Bäumen und Sträuchern, von einem Bach durchflossen. Nachdem die Zelte errichtet und das Abendbrot gegessen war, gab es zum Einschlafen natürlich wieder eine Reise von Sindbad dem Seefahrer zu hören.

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Ab in die Wüste 10 19.11. / 20.11.2011

Wie üblich, spare ich mir die Beschreibung der Morgenroutine (Frühstück, „Waschen“ usw.), vielmehr war interessant, dass unter einem Zelt, ein kleiner, grüner Skorpion entdeckt wurde. Großes Hallo, das vermeintlich tote Tier wurde von allen Seiten gefilmt und fotografiert, aber plötzlich wurde es doch sehr lebendig und hatte offensichtlich mehr Angst als wir. Der Skorpion versuchte , sich durch Flucht und Tarnung der allgemeinen Aufmerksamkeit zu entziehen, was ihm aber nicht so recht gelang. Letztendlich wurde er auf einem Spaten (gesund und munter) in sichere Entfernung gebracht und in die Wüste „entlassen“.

Nach diesem Ereignis und nach dem Verladen von Ausrüstung und Gepäck, ging es los in Richtung Nizwa. Am Anfang erst mal wieder über die Schotterpiste bis zur Road 31 und dort dann Richtung Nord-Ost. Nach einigen kleinen Pausen an der Strecke, gab`s dann Mittag in Adam (N 22°22.355  E 057°30.660) – wieder was indisches und wieder brachte die Frage nach Besteck (oder richtiger nach Gabel bzw. Löffel), den Arbeitsrhytmus des Personals „leicht“ durcheinander. Da noch etwas Zeit war, konnten wir eine kleine Rundfahrt in Adam unternehmen. Sehr interessant war die ursprüngliche Oase mit ihren vielen Palmen, den grünen Gärten und den traditionellen Lehmbauten, die leider zum größten Teil dem Verfall preisgegeben sind – sehr schade (N 22°23.136  E 057°31.397).

Dann weiter auf der 31 nach Nizwa, wo wir dann wirklich unser 4Sterne-Hotel, das Falaj Daris, erreichten (N 22°53.744  E 057°31.852). Für Menschen, die vorher 7 Nächte in der Wüste gecampt hatten, einfach umwerfend – der pure Luxus. Das erste Duschen, nach den Tagen in der Sandwüste, mit eher rudimentärer Hygiene, lässt sich einfach nicht beschreiben… Abends dann ein kleiner Spaziergang mit anschließendem ägyptischem Essen in einem etwas besseren Restaurant. Die Vorspeisen waren Spitze (Humus, Tabule usw.), es gab auch komplette Bestecke ohne Nachfrage… Das Grillfleisch bestand geschmacklich (jedenfalls für meinen Geschmack) eher aus nicht mehr ganz so jungem Lamm, das ganze durchgedreht und in Wurstform getarnt. Für mich  also dann doch lieber Hühnchen… Der Vollständigkeit halber muss gesagt werden, dass den meisten auch das Lamm geschmeckt hat. Zurück im Hotel, konnte zum Abend mal wieder ein kühles Bier genossen werden.

Der Morgen begann nicht mit Routine, sondern mit einer Dusche 🙂 . Das Frühstück – Tee, Kaffee, Eier, fast richtiges Brot, auch hier (nach 7 Tagen Wüste) der pure Luxus. Am Vormittag dann Abfahrt zur Stadtbesichtigung in das Zentrum Nizwas, mit dem sehr beeindruckenden Castle und dem Souq (N 22°55.992  E 057°31.816). Der Nachmittag konnte dann mit Lesen, Baden oder einfach nur faulenzen verbracht werden. Am Abend war diesmal Essen in echt omanischem Ambiente angesagt, also ohne Stuhl und ohne Tisch. Die Gäste sitzen sozusagen an der Wand und in der Mitte werden die Speisen aufgebaut. Alles war wieder extrem lecker und sehr reichlich.

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Ab in die Wüste 9 / 17./18.11.2011

Nachts schabte etwas am Zelt, nach einem abendlichen Gespräch über omanische Leoparden……letztlich wurde ein etwa 2 cm großer, schwarzer Käfer als Verursacher der Geräusche ausgemacht – nochmal Glück gehabt. Nach dem Frühstück war wieder Wandern angesagt, damit die Fahrer in Ruhe das Gepäck verstauen konnten. Allerdings verlief die Wanderung diesmal etwas unkoordiniert, so nach dem Schema, 12 Touris stolpern durch die Dünen, natürlich weit auseinandergezogen und auf Wegen, denen kein Landcruiser folgen kann. Am Ende haben aber doch alle ihr Fahrzeug gefunden (oder besser umgekehrt), Jochen Reiseleiter war allerdings nicht sehr amused…

Nächstes Ziel war eine kleine Oase mit dem schönen Namen Manda (N 19° 43.425  E 54° 36.162). Hier hatten wir die Möglichkeit, uns im Gästeraum einer Beduinenfamilie niederzulassen. Der Raum ist mit Teppichen ausgelegt und an den Wänden lehnen ringsherum Kissen. Einziges Möbelstück, ein kleines Tischchen mit einem Fernseher darauf und es laufen japanische Comicserien….. Man setzt sich üblicherweise zum Essen auf den Boden, nach Möglichkeit ohne die Fußsohlen zu zeigen, eine Übung, die für ungeübte Europäer allerdings nicht sehr bequem ist. Zur Begrüßung wurde arabischer Kaffee kredenzt (mehr als drei Tassen anzunehmen, wäre übrigens unhöflich) und auch einige handgefertigte Souvenirs angeboten. Die Beduinen haben ihre nomadische Lebensweise weitestgehend aufgegeben und wohnen in festen, klimatisierten Häusern, die ihnen zum großen Teil vom Staat zu Verfügung gestellt wurden.

Die Beduinenjungs reiten auch nicht mehr auf Kamelen durch die Wüste (obwohl es genug davon gibt), sie fahren lieber mit den Pickups und Jeeps über die Dünen und das, sobald die Füße an die Pedalen reichen.

Dann sollte es in nordöstliche Richtung weitergehen, leider sind wir nicht sehr weit gekommen, der Sand in den Dünen war teilweise sehr locker, so dass letztendlich zwei Fahrzeuge festsaßen. Es hat dann einige Zeit und wohl auch etwas Schweiß gekostet, bis alles wieder flott war. Da an dieser Stelle offensichtlich kein Durchkommen war, ging es  erstmal zurück zur Oase. Hier konnten wir  zum Mittagspicknick freundlicherweise wieder das (klimatisierte) Gästezimmer der Beduinenfamilie benutzen, was bei der doch sehr hohen Außentemperatur extrem angenehm war.

Abfahrt dann erstmal in eine andere Richtung, dort kamen wir dann ohne nennenswerte Probleme voran. Wir durchfuhren eine Gegend, in der locker verteilt Akazienbäume (in etwa hier: N 19°42.050  E 54°38.174)  standen, deren Kronen nach unten auffällig gleichmäßig gestutzt waren, so als ob hier heimliche Gärtner unterwegs gewesen wären. Die Lösung ist eigentlich ganz einfach, Unterkante Baumkrone fängt da an, wo Oberkante Kamel aufhört. Die Akazien können nur froh sein, dass es hier keine Giraffen gibt.

Nach einer recht holprigen und nicht sehr schnellen Fahrt , haben wir (bzw. Jochen) wieder einen geeigneten Platz zum Aufbau der Zelte gefunden. Es lag auch genug Holz in der Gegend herum, so dass „Lagerfeuermeister“ Gerhard seine helle Freude hatte.

Am nächsten Morgen ging es wie immer weiter, allerdings war die Fahrt auf Grund der Sandverhältnisse recht mühselig, auch weil sich doch das eine oder andere Auto festfuhr und teilweise aus eigener Kraft nicht weiterkam. Leider hatte bei einer dieser Aktionen das Auto von Andreas wieder eine kleine Beule abbekommen, allerdings war da wohl der Chef am Steuer…. Letztlich haben wir dann doch wohlbehalten die Straße (31) erreicht und an der ersten Raststätte (N 19° 36.815  E 55° 31.073)   wurde dann wieder „original omanisch“ gegessen. Im nächsten größeren Ort ( Hayma, N 19° 57.426  E 56° 16.504) konnten die Vorräte im örtlichen Supermarkt ergänzt werden und weiter ging es, unserer letzten Wüstencampnacht (ich bin mir durchaus bewusst, dass dieses Wort, an der richtigen Stelle getrennt, einen ganz anderen Sinn bekäme….) entgegen. Hier ( N 20°25.292  E 056°43.970) bogen wir von der Straße ab und fuhren auf einer Schotterpiste nordwärts, bis die ersten Dünen auftauchten und wieder ein schöner Platz zum Campen gefunden wurde (N 20° 34.785  E 56° 35.622).

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Ab in die Wüste 8 / 15./16.11.2011

Die Nacht war, entgegen den Erwartungen, nicht so kalt wie angenommen, man konnte gut schlafen. Neue Erkennnis: Der Sand ist so fein, dass er sogar durch das Gazefenster geweht wird. Überall ist er zu finden (Der Sand), die Kamera fängt beginnt langsam, an den drehbaren Teilen leicht zu knirschen, da wird wohl nach dem Urlaub eine professionelle Reinigung notwendig sein. Nach dem Frühstück ging es erstmal zu Fuß in Richtung Oase Al Hasham, durch eine große, flache Ebene, in der jede Menge Geoden herumlagen. In der Oase plätscherte das (schwefelhaltige) Wasser in ein Becken, man konnte sogar darin Schwimmen (Jochen). Das Wasser war warm und sauber, nur an den Schwefelgeruch musste man sich erst gewöhnen. Leider hat dieser Oase ihre besten Tage wohl schon hinter sich, offenbar scheint sich keiner mehr so richtig um diesen Ort zu kümmern.

Dann weiter nach Nordwest, weiter in die große Wüste. Die Landschaft ist einfach atemberaubend, langgestreckte, flache Ebenen, gesäumt von terrakottafarbenen Dünen, die teilweise Höhen von mehr als 100m erreichen können. Da die Ebenen zwischen den Dünen alle in nördlicher Richtung verlaufen, muss man irgendwo einen Weg durch die Sandberge finden, wenn man nicht plötzlich in Saudiarabien landen will. Wir waren schon relativ nahe an der Grenze (N 19°19.265  E 053°10.171), bevor sich ein „fahrbarer“ Weg fand, der uns wieder in östliche Richtung brachte. Nach einigen sehr spektakulären Dünenfahrten, haben wir unseren Platz am Wasserloch Burkanah (N 19°16.751  E 053°19.637) erreicht und konnten unser Camp (N 19°17.457  E 053°19.937) errichten.

Die Nacht war wieder ruhig und angenehm, das Frühstück nahm seinen Lauf und und im Anschluss auch wir. Es ging erstmal per Pedes zum Wasserloch mitten in der Ebene, damit Jochen & Co in Ruhe Gepäck und Ausrüstung verstauen konnten. Große Überraschung, ein großes Becken aus Kunststoff (ca. 60cm tief), gefüllt mit klarem, schwefelhaltigem Wasser (in Badewannentemperatur) erwartete uns. Also konnte man sich hier (unerwarteter Weise) nochmal (mit viel Wasser) waschen und „frisch“ machen, sehr schön.

Nachdem uns die Autos wieder aufgesammelt hatten, ging es weiter Richtung Osten, in einiger Entfernung parallel zur saudischen Grenze. Die Dünen waren hier weniger hoch, aber trotzdem haben wir uns doch ein paar mal fast festgefahren. Mit wenig Luft auf den Reifen und hauptsächlich Jochens Erfahrung, sind wir aber überall gut durchgekommen.

Die Landschaft ist einfach nur überwältigend, teilweise sahen die Ebenen aus, als hätte es gerade geschneit, hier besteht der Boden vorwiegend aus Gipssedimenten. Die Tempe-raturen betrugen zur Mittagszeit ca. 34°C, der Himmel war blau und wolkenlos. Zur Mittagsrast (N 19°29.443  E 53°51.502) wurde eine Plane (zwecks Schattenwurf) zwischen zwei Autos gespannt, der Imbiss bestand aus frischen Sachen, wie Möhren, Orangen, Bananen und ähnlichem. Als sich der Tag so langsam dem Ende zuneigte, wurde wieder ein geeigneter Platz (N 19°38.240  E 054°16.681) zum Aufbau der Zelte gesucht und gefunden.

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Ab in die Wüste 7 / 13/14.11.2011

Am Morgen nahm die übliche Morgenroutine wieder Ihren Lauf, Frühstück, einpacken und losfahren. Auch heute waren die Entfernungen relativ „übersichtlich“, so dass wieder einige Sehenswürdigkeiten auf dem Programm standen. Also erstmal wieder mit den Fahrzeugen durch den Fluss, was diesmal ohne Probleme klappte und wieder zurück Richtung Küste, praktisch dem Wasserlauf hinterher, zu den Resten des antiken Weihrauchhafens Sumhuram, in der Nähe von Khor Rori. Zu besichtigen sind die Überreste der alten Siedlung, die bis zum 5. Jahrhundert n.Chr. der wichtigste und größte Umschlagplatz für Weihrauch war.

Nächstes Ziel war dann der restaurierte und zu besichtigende Wohnsitz des früheren Walis dieser Gegend (Provinzgouverneur, Statthalter), das nun ein sehr anschauliches kleines Museum ist und den Besuch auf jeden Fall Wert war.

Dann ging es erstmal, wieder über Salalah (essen und einkaufen) weiter auf der 47 in Richtung Westen, am Strand von Mughsayl vorbei, ein Stück weiter in die Berge. Dort wurde gehalten und es konnten Weihrauchbäume besichtigt werden. Nicht nur das, auch das Prinzip der Weihrauchgewinnung wurde an einem Exemplar – sozusagen live -demonstriert. Man sah dem armen Baum aber auch an, dass wir nicht die ersten und einzigen waren….

Dann ging es wieder zurück bis zum Mughsayl-Beach, an (bzw. auf) dem wir unsere Zelte aufschlugen. In der Nähe befinden sich übrigens die Blowholes, aus denen bei entsprechender Brandung und natürlich nur während der Flut, beachtliche Wasserfontänen in die Luft schießen. Wir hatten schönes Wetter und gerade Ebbe, so dass keiner den Weg zu den Blowholes gehen wollte. Wie das bei entsprechenden „Voraussetzungen“ ausieht, kann man sich hier anschauen. Baden im Meer oder einfach nur am fast leeren Strand entlanglaufen, hat aber auch Spaß gemacht.

Da es sehr warm war, hatte ich die „geniale“ Idee, nicht im Zelt, sondern unter freiem Himmel zu schlafen. Trotz massivem Einsatz internationaler Spitzenchemie (Autan), haben sich (subjektiv betrachtet) fast alle flugfähigen, blutsaugenden Insekten der Gegend auf  jedes Stück erreichbare Haut gestürzt, so war an Schlaf nicht zu denken.  Erschwerend kam hinzu, dass es  zu warm war um im Schlafsack zu liegen, man konnte eigentlich nur auf dem Schlafsack liegen.  Zudem war die Brandung dann doch sehr laut (zugegeben, im Zelt war die auch nicht leiser), der Mond leuchtete klar und in fast voller Größe und die Straße, obwohl kaum befahren, war ebenfalls hell erleuchtet. Also, irgendwann habe ich dann aufgegeben und bin reumütig wieder in den Schutz des Zeltes zurückgekehrt.

Das Frühstück nahm pünktlich seinen Lauf und dann sollte es aber „richtig“ in die Wüste gehen. Erstes Ziel auf diesem Weg, war das Grab Hiobs, einige Kilometer nördlich von Salalah. Die genaue Position auf der Karte könnt ihr finden, wenn ihr diese Koordinaten ( N 17°06.676  E 053°59.66 ) per copy and paste in die Suchzeile von Google Maps oder Google Earth kopiert (dann Enter drücken oder auf die kleine Lupe klicken….). Dann noch ein kleiner Versorgungs- und Tankstopp in Thumrayt ( N 17°36.660  E 054°02.158 ) und nach einigen Kilometern ging es dann von dem asphaltierten Highway 31 auf eine noch relativ gut ausgebaute Piste, die dann genau hier ( N 18°05.026  E 053°49.026 ) in einen Schotter- und Sandweg überging.

Kurze Zeit später trafen wir in dem kleinen  Ort Shisr ( N 18°15.312  E 053°38.884 ) ein. Dieser Platz hat eine lange und geheimnisvolle Vergangenheit, The Lost City of Ubar oder auch das Atlantis der Wüste. Zumindest sind hier einige Ausgrabungen und ein einsamer Weihrauchbaum zu besichtigen. Die Tankstelle hatte was von „letzte Station in der Zivilisation“, hier konnte nochmal getankt und kühles Wasser gekauft werden, bevor es nun weiter in die Wüste ging.

Nach einiger Zeit auf der Schotterpiste waren dann am Horizont die ersten großen Sanddünen zu erkennen, jetzt begann das leere Viertel, die Rub al Khali. Nichts als Sand in „Sanduhrkörnung“, angehäuft zu endlosen Dünen. In der Nähe einer Oase (Al Hashman N 18°27.368  E 053°06.077 ) haben wir dann unser Camp ( N 18°27.200  E 053°07.986 ) direkt in den Dünen aufgeschlagen und wurden mit einem phantastischen Sonnenuntergang belohnt. In der Ebene um die Oase herum, waren übrigens jede Menge Geoden zu finden. Das Abendbrot war wieder mal ein „Festessen“, eine Suppe mit Thunfisch, Nudeln und viel Gemüse :-).

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